Spielregeln der Politik im Mittelalter: Kommunikation in by Gerd Althoff PDF

By Gerd Althoff

Das Mittelalter kannte ein ausgeprägtes method von "Spielregeln", die den Kampf um Rang, Macht und Ehre lenkten und oftmals ein Ausufern der Gewalt verhinderten. Anhand zeitgenössischer Quellen zeigt Gerd Althoff, wie eine Gesellschaft, die kein staatliches Waffen- und Gewaltmonopol kannte, mit Konflikten zwischen den 'Großen' des Reiches umging. Zentrale Bedeutung kam dabei den Vermittlern zu. Sie waren mit beträchtlicher Autorität ausgestattet und verhinderten, dass Fehden unkontrolliert eskalierten. Auf der Ebene der öffentlichen Kommunikation bestimmten demonstrativ-rituelle Verhaltensweisen, Zeichen und Gesten die Verfahren politischer Machtausübung. Es wurde mehr gezeigt als argumentiert: Empörung über falsches Verhalten signalisierte guy etwa, indem guy einen short mitsamt Siegel vor den Augen andere auf den Boden warf, ihn zerknüllte und mit den Füßen trat.

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Jürgen Schäfer's Süddeutsche Städtebünde im Mittelalter (German Edition) PDF

By Jürgen Schäfer

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, word: bestanden, Universität Duisburg-Essen (Fachbereich Geschichte), Veranstaltung: Proseminar: Stadt im Mittelalter, Sprache: Deutsch, summary: Die vorliegende Arbeit ist eine kurze Einführung in das Thema der Städtebünde im Mittelalter. Mit der Entstehung der Städte und deren Bestrebungen nach Autonomie und Selbstverwaltung schlossen sich im Mittelalter Städte in Städtebünden zusammen. In dieser Epoche finden sich häufig Städtebünde von mehreren Städten meistens aus einer zone. Aber auch überregional verbündeten sich die Städte, um ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen zu vertreten. In Städtebünden konnten die Städte ihre Macht bündeln und ihre Ziele organisiert durchsetzen. Städtebünde stellten eine Organisationsform zum Erreichen gemeinsamer Ziele dar. Sie waren vertraglich beschworene Abmachungen zwischen Städten, in der Regel auf Zeit geschlossen und verlängerungsfähig. Städtebünde des Mittelalters verfügten häufig über ein gemeinsames Siegel, gemeinsame Exekutivorgane und Schiedsgerichte. Unter dem Begriff des Städtebundes versteht guy im allgemeinen Sinn auch zweiseitige Abkommen und Verträge zwischen nur zwei Städten. Der vermeintlich bekannteste Städtebund warfare die Hanse. Doch obwohl die Organisationsform der Hansestädte teilweise städtebündische Merkmale aufwies, warfare die Hanse kein Städtebund im eigentlichen Sinne. Städtebünde sind typische Erscheinungen in der Zeit des thirteen. bis 15. Jahrhunderts. Sie können noch bis ins sixteen. Jahrhundert beobachtet werden. Die Arbeit widmet sich in Kapitel zwei den Grundlagen der Entstehung der Städte, der Entstehung des Stadtrechts und diesbezüglich der Rolle der freien Bürger. Dann werden die Voraussetzungen, Gründe, Ziele und Aufgaben der Städtebünde skizziert. Kapitel drei behandelt neben einer kurzen Einführung in Stadtrecht und Stadtrechtsfamilien vornehmlich die Städtebünde in Süddeutschland (Rheinischer Bund, Oberdeutsche Städtebünde, Schwäbischer Städtebund und die Bündnisse der Bodenseestädte).

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New PDF release: Seltsame Schicksale eines alten preußischen Soldaten (German

By Friedrich Wilhelm Beeger

Die hier vorliegende Geschichte eines Mannes aus einfachsten Verhältnissen ist letztmalig im Juli 1850 veröffentlicht worden. Auch nach mehr als a hundred and fifty Jahren liest sich seine Lebensgeschichte wie eine Fabel, in der er von der Uniform eines Musketiers des Ancien Regimes im Laufe seiner Wanderung nach Hause in so viele anderer Herren steigt, dass guy quick an einen Maskenball glauben möchte.
Dabei streitet er manchmal für Kaiser Napoleon, den er doch eigentlich als preußischer Untertan bekämpfen möchten, und oftmals gegen ihn. Aber immer hat er nur ein Ziel, egal mit welchen Schwierigkeiten und Mühsalen verbunden, nach Hause zu gelangen um in der preußischen Uniform die Schmach von 1806 auszuwetzen.

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Download e-book for kindle: Verhandlungssache Genozid: Zur Dynamik geschichtspolitischer by Yvonne Robel

By Yvonne Robel

Die Kategorie "Genozid" ist ohne Frage eine Verhandlungssache - rechtlich und geschichtspolitisch. was once bedeutet das für die öffentliche Aufmerksamkeit für Massengewalt und Genozid-Opfer? Geschichtspolitisches Sprechen über Massengewalt ist von der juristischen, historischen und politischen Hypothek jener Terminologie geprägt. Das verdeutlichen die deutschen Auseinandersetzungen über die Massengewalt an Herero und Nama, Armeniern, Sinti und Roma, denen die Monographie aus kulturwissenschaftlicher Perspektive nachgeht. Ihr Nebeneinander entfaltet eine produktive Dynamik, die auch auf das Shoah-Gedenken rückwirkt. Vor allem die Konstruktion sogenannter Opfer- und Erinnerungskonkurrenzen, von Anerkennungsszenarien und Versöhnungsleistungen formt nicht immer widerspruchsfrei aktuell gültiges geschichtspolitisches Wissen.

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Die Zweite Teilung Polens 1793 und ihre Vorgeschichte aus - download pdf or read online

By Andre Hoffmann

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, word: 1, Philipps-Universität Marburg, Veranstaltung: Die Teilungen Polens 1772-1795, Sprache: Deutsch, summary: An der Zweiten Teilung Polens 1793 nahmen nur zwei der drei Mitglieder der Liga der „Schwarzen Adler“ teil: Preußen und Russland. Österreich blieb anders als bei der ersten und Dritten Teilung vom Landerwerb in Polen ausgeschlossen. Die Donaumonarchie wurde dabei sowohl durch eigenes Verschulden, als auch durch diplomatisches Geschick der Preußen und Russen ausgespielt.
Leidtragender dieser neuerlichen partage-Politik der osteuropäischen Großmächte conflict wie schon 1772 die Adelsrepublik Polen. Nach der Teilung von 1793 verblieb das restliche Polen als nicht mehr lebensfähiges Konstrukt, dessen endgültige Auflösung nur noch eine Frage der Zeit schien. Die Gründe, die diese Entwicklung möglich machten, sind sehr varied und betreffen sowohl innen-, wie auch außenpolitische Entscheidungen und Vorgänge des Staates Polen.

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Download e-book for kindle: Schicksalsschlag Kindstod - Die Formen psychischer by Armin Bergmann

By Armin Bergmann

Selbstzeugnisse eröffnen uns die Möglichkeit, uns direkt in das Fühlen und Denken anderer, uns fremder Menschen hineinzuversetzen. Gerade in Extremsituationen haben Menschen das Bedürfnis, ihre Gedanken, Gefühle und auch Handlungen niederzuschreiben und somit für die Nachwelt zu erhalten. Derartige Extremsituation stellen beispielsweise Naturkatastrophen, Epidemien oder Seuchen, vor allem aber Kriege dar. Es liegt additionally in der Natur der Sache, dass wir heute zahlreiche Chroniken und Selbstzeugnisse finden können, die vom Schrecken und Grauen des Krieges berichten. Ein völliges Novum stellte jedoch der Bericht eines einfachen Soldaten über sein bewegtes Söldnerleben im Dreißigjährigen Krieg dar. Er erlaubt es uns, diese Zeit unter dem ungewöhnlichen Blickwinkel eines Soldaten nacherleben [ ] [zu können]. Die Welt wird hier erstmals weder vom Standpunkt der Politiker und Militärs noch von dem der Leidenden, sondern mit den Augen des agierenden Kriegers gesehen.

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Spätmittelalterlicher Niederadel im Raum nördlich der Elbe: - download pdf or read online

By Jan Habermann

Von allen Landschaften des spätmittelalterlichen Reiches, in denen der Niederadel zunehmend eine politisch und wirtschaftlich tragende Rolle zu spielen begann, ist der Raum nördlich der Elbe nach wie vor der am wenigsten bekannte und erforschte. Hier trat erstmals im 15. Jahrhundert die schleswig-holsteinische Ritterschaft als landständische Größe hervor, deren Privilegien und Partizipationen an der Landesherrschaft beträchtlich erscheinen. Standesbewusstsein und Führungsanspruch dieser regionalen Machtgruppe haben ihre Wurzeln im späten Mittelalter. Der Prozess der durch Krieg, Fehde und Gruppenbildung führenden sozialen Genese des nordelbischen Niederadels wird erstmals im Längsschnitt zwischen 1259 und 1421 aufgearbeitet. Das dabei angewandte mehrstufige Untersuchungs- und Erklärungsmodell bietet tiefe Einblicke in die soziale Vernetzung der in Vielzahl dominierenden Ritterfamilien.

Im gleichen Zuge liefert das Buch mit seinen instruktiven Darstellungen und Problematisierungen zur Anwendung der soziometrischen Netzwerkanalyse für interdynastische Kommunikationsnetze eine methodische Handreichung für die Mittelalterforschung.

Die dem Buch zu Grunde liegende Kieler Dissertation von Jan Habermann wurde im Jahr 2015 mit dem Geschichtspreis der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte ausgezeichnet.

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Read e-book online Die nationalsozialistische Rassenideologie und ihre PDF

By Sarah Rehberg

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, notice: 1,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut, Lehrstuhl für Nordische Geschichte), Veranstaltung: Proseminar, sixteen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Im Jahr 2000 treten Paul Hansen, Karl-Otto Zinken, sowie fünf weitere Kläger an die Rechtsanwältin Randi Hagen Spydevold in Oslo heran. was once sie mit einander teilen, ist ihr gemeinsames Schicksal als so genannte "Tyskerbarn" (Deutschenkinder), deren Kindheit und Jugend davon geprägt waren, dass sie oft ohne ihre Eltern aufwuchsen, zwischen Heimen und Pflegefamilien hin und hergereicht und von der norwegischen Gesellschaft als schändlicher Makel des NS-Regimes gepeinigt und gedemütigt wurden. Sie sind Kinder norwegischer Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges eine enge Beziehung mit einem Deutschen eingegangen waren, sprich aus gesellschaftspolitischer Sicht ganz offensichtlich und schamlos mit dem Feind fraternisiert hatten. Die Zahl der deutsch-norwegischen Kriegskinder kann zwar lediglich geschätzt werden, sie beläuft sich jedoch laut Aktenfund in Oslo auf etwa 10.000 bis 12.000 Kinder. Degradierung, Ausstoßung und Misshandlungen waren die Folge, meist für Mutter und type, die nicht nur willkürlich aus der Bevölkerung hervorgingen, sondern auch häufig von der Regierung der Nachkriegszeit gebilligt wurden. Ein Jahr später liegen bereits one hundred fifty Klagebegehren beim Osloer Stadtgericht vor und die Zahlen steigen in der folgenden Zeit stetig. Die dahinter stehenden Kläger fordern eine längst überfällige Auseinandersetzung der Gesellschaft mit diesem Kapitel der eigenen Vergangenheit, da der Umgang mit dieser besonderen artwork der Kriegsopfer lange Zeit ignoriert, ihre Schicksale tabuisiert und von der norwegischen Regierung als "verjährt" abgestempelt wurde.
Um sich den Einfluss auf diese Kinder zu sichern, die aus nationalsozialistischer rassen-ideologischen Sicht, dem Deutschen Reich nicht verloren gingen durften, schaltete das Rassen- und Siedlungshauptamtes (RuSHA) der SS 1941 den Verein "Lebensborn e.V." ein. Dem Reichsführer des SS, Heinrich Himmler, direkt unterstellt organisierte er fortan die Versorgung der norwegischen Frauen, die von deutschen Männern ein type erwarteten, und warfare für die zukünftigen Lebensumstände hunderter Kriegskinder maßgeblich verantwortlich.
Doch auch nach Ende der deutschen Besatzung folgten Jahre der Diskriminierung seitens der norwegischen Gesellschaft bis in die heutige Zeit hinein, die das Leben dieser betroffenen auch weiterhin bestimmten.

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Die "Politik der Elbe": Hamburgische Ostpolitik in der Ära by Hartmuth Brill PDF

By Hartmuth Brill

Die Staatsexamensarbeit aus dem Jahr 1984 beschreibt und analysiert auf one hundred forty Seiten ein spannendes Kapitel bundesdeutscher Nachkriegsgeschichte: Hamburg verlor in der Folge des 2. Weltkriegs seine Handelsbeziehungen in den ostdeutschen und osteuropäischen Raum. Der Senat unter dem CDU-Bürgermeister Sieveking betrieb eine sehr aktive Ostpolitik, die sog. „Politik der Elbe“. Der Hafensenator Erich Plate nutze den Spielraum – vor dem Hintergrund der bundesdeutschen Westbindung unter Kanzler Adenauer und Außenminister von Brentano - extensiv, um die Wirtschaftsbeziehungen zur DDR und den osteuropäischen Staaten aufzubauen.
In einem Resümee über die „Politik der Elbe“ stellte Erich Plate 1958 noch ernüchtert fest, dass die Politik des Sieveking-Senats ein Angebot geblieben sei, das in Mitteleuropa mit Ausflüchten beantwortet worden sei, aber auch der Westen habe mangelnde Bereitschaft zur Unterstützung gezeigt. Mit ein wenig Abstand sah part 1967dann die „Politik der Elbe“ deutlich positiver und beschrieb sie als „Pioniertat“.

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